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Antonius aber zog sich nach seiner Gewohnheit auf sich allein zurück in seinem Kloster; er steigerte seine Askese und seufzte täglich im Gedanken an die Wohnungen des Himmels, er sehnte sich nach ihnen und erwog die Vergänglichkeit des menschlichen Lebens. Wenn er essen und schlafen wollte oder die übrige Notdurft des Körpers befriedigte, dann schämte er sich, indem er an die geistige Natur der Seele dachte. Wenn er mit vielen anderen Mönchen zusammen essen wollte, dann erinnerte er sich oft seiner geistigen Nahrung, schlug die Speise aus und ging weit weg von ihnen, da er glaubte erröten zu müssen, wenn ihn andere essen sähen. Er ass jedoch allein, weil ihn die Rücksicht auf seinen Körper dazu zwang; oft tat er es auch gemeinsam mit den Brüdern; er schämte sich zwar vor ihnen, tröstete sich aber mit dem Gedanken an seine nützlichen Ermahnungen. Er erklärte, man müsse seine ganze Zeit eher der Seele als dem Körper widmen; man müsse zwar notgedrungen einen kleinen Teil der Zeit an den Leib wenden, im ganzen aber mehr der Seele leben und ihren Nutzen suchen, damit sie nicht herabgezogen werde von den Lüsten des Körpers, sondern vielmehr den Leib knechte [„Sondern ich bezwinge meinen Leib und zähme ihn, damit ich nicht andern predige und selbst verwerflich werde“(1.Kor 9,27)]; denn dies sei der Auftrag des Heilandes: „Kümmert euch nicht in euren Herzen darum, was ihr essen oder was ihr eurem Körper anziehen werdet“(Luk 12,22), (Mt 6,25). „Suchet nicht, was ihr esset oder was ihr trinket, und erhebt euch nicht. Denn dies alles tun die Kinder der Welt. Euer Vater aber weiß, was ihr von all diesem nötig habt. Suchet vielmehr vor allem sein Reich, und all dieses wird euch hinzugegeben werden“(Luk 12, 29-31), (Mt 6,31-33).
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