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So entstanden die Orakel der Hellenen, und so wurden sie vormals von den Dämonen getäuscht; aber gleichwohl hat nachher der Irrwahn sein Ende gefunden. Denn es kam der Herr, der zugleich mit ihrer List auch die Dämonen selbst zur Ohnmacht verwies. Denn nichts wissen sie aus sich selbst, sondern wie Diebe schwatzen sie das aus, was sie von anderen sehen; sie verlassen sich viel mehr auf Vermutungen, als dass sie etwas sicher im voraus wissen. Wenn sie auch einmal etwas Wahres derart sagen, so möge man sie deshalb nicht bewundern. Denn auch die Ärzte haben ihre Erfahrung an den verschiedenen Krankheiten gewonnen, und wenn sie an anderen das gleiche Leiden sehen, machen sie vermutungsweise ihre Schlüsse nach der Gewohnheit und geben vorher ihr Urteil ab. Auch die Steuerleute und Bauern beobachten gewohnheitsmäßig den Zustand der Luft und sagen vorher, ob Sturm oder schönes Wetter sein wird. Deshalb wird man aber nicht behaupten, dass sie dies nach göttlicher Eingebung voraus verkünden, sondern auf Grund ihrer Erfahrung und Gewohnheit. Wenn also auch die Dämonen einmal dasselbe vermutungsweise anzeigen, soll sie niemand deswegen bewundern oder auf sie merken. Denn was bringt es den Hörern für Nutzen, wenn sie von diesen die Zukunft einige Tage vorher erfahren? Oder was soll der Eifer, Derartiges zu erkennen, auch wenn man es in Wahrheit erkennt? Denn dabei ist nichts, was Tugend bewirkt, noch hat diese Erkenntnis etwas zu schaffen mit einem guten Charakter. Keiner von uns wird ja gerichtet nach dem, was er nicht weiß, und keiner wird selig gepriesen deshalb, weil er etwas gelernt hat und Erkenntnis erworben, sondern danach wird jeder beurteilt, ob er den Glauben bewahrt hat und die Gebote treulich beobachtete.
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