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Dämonenkampf gegen Hiob PDF Drucken E-Mail

 
Wenn nun einer die Geschichte des Job betrachtet und sagt: Weshalb kam der Teufel und tat dies alles gegen ihn; er beraubte ihn seiner Habe(Hiob 1,14-18), seine Kinder tötete er [„Und siehe, da kam ein großer Wind von der Wüste her und stieß an die vier Ecken des Hauses; da fiel es auf die jungen Leute, dass sie starben, und ich allein bin entronnen, dass ich dir es ansagte“(Hiob1,19)], und ihn selbst schlug er mit einer schweren Wunde [„Da ging der Satan hinaus vom Angesicht des Herrn und schlug Hiob mit bösen Geschwüren von der Fußsohle an bis auf seinen Scheitel“(Hiob 2,7)] - so möge er erkennen, dass es nicht der Teufel war, der seine Macht zeigte, sondern Gott, der ihm den Job zur Prüfung übergab; denn da er naturgemäß nichts auszurichten vermag, so bat er zuerst und, nachdem er Gewährung erhalten, schritt er ans Werk.

 
Auch daraus kann man den Feind noch mehr verachten, weil er, selbst wenn er wollte, auch nicht gegen einen einzigen Gerechten Macht besitzt; denn wenn er sie hätte, würde er nicht darum bitten; da er aber nicht nur einmal, sondern zweimal bat, erscheint er kraftlos und ohne Vermögen. Es ist auch gar nicht verwunderlich, wenn er gegen Job nichts ausrichtete, da nicht einmal über dessen Vieh Verderben kam ohne Gottes Zulassung; er hat also nicht einmal gegen Schweine Macht. „Sie riefen“, wie im Evangelium geschrieben steht, den Herrn an und sprachen: „Lass uns in die Schweine fahren“(Mt. 8,31). Wenn sie nun nicht einmal über die Schweine Gewalt besitzen, wie viel weniger über die Menschen, die nach Gottes Ebenbild geschaffen sind.