Home Vita Antonii Umgang mit dem Bösen
Umgang mit dem Bösen PDF Drucken E-Mail

 
Der Herr also in seiner göttlichen Macht ließ die Dämonen verstummen; wir aber müssen von den Heiligen lernen, wie sie handeln und ihren Mut nachahmen. Denn auch sie sprachen angesichts alles dessen: „Ich will meinem Mund einen Zaum anlegen, solange ich den Gottlosen vor mir sehen muss. Ich bin verstummt und still und schweige fern der Freude und muss mein Leid in mich fressen“(Ps 39, 2-3), und wieder: „Ich bin wie taub und höre nicht, und wie ein Stummer, der seinen Mund nicht auftut. Ich muss sein wie einer, der nicht hört“(Ps. 38, 14-15).

 
So wollen auch wir nicht auf sie hören, da sie uns fremd sind, noch wollen wir gehorchen, wenn sie uns zum Gebet wecken oder wenn sie vom Fasten reden. Wir wollen vielmehr eher auf den Vorsatz in unserer Askese merken und uns nicht von ihnen täuschen lassen, die alles mit List ausführen. Man soll sie nicht fürchten, wenn sie auch scheinbar angreifen und mit dem Tode drohen; denn sie sind schwach und vermögen nichts als eben nur zu drohen.